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REGIONALE TOURISTISCHE ORGANISATION DER WOIWODSCHAFT ŁÓDŹ
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befestigte Städte und Burgruinen
  befestigte Städte und Burgruinen
Die ältesten Gedenken der Vergangenheit, die man heute immer noch auf dem Gebiet der Burg finden kann, sind Relikte der ehemaligen Burgwallen. Sie stammen in der Regel aus dem 6.-8. Jahrhundert und liegen am häufigsten an Flüssen oder in früher schwerzugängligen Gebieten.

In der Nähe der Burgen, die neben ihrer Verteidigungsfunktion auch Sitz der lokalen Herrscher und Königlichen Statthalter (z.B. Burgvögte) waren, entstanden in der Regel kleine am Fuß einer Burg angelegte Handwerker- und Handelssiedlungen mit einem Marktplatz. In der Gegend konnten auch offene Dienstsiedlungen entstehen, die verschiedene, manchmal sehr spezialisierte Tätigkeiten für die Burg erledigten.

Eben solche zusammengefügte, Mehrzweck-Burg-Komplexe, sowie auch einige selbständige Handelssiedlungen wandelten im frühen Mittelalter zu ersten Städten.

Heute kann man die interessanten Relikte der ehemaligen Burgen – eben als Burg-Komplexe – unter anderen in Tum, Konopnica, Sieradz, Stare Skoszewy, Wieruszów und Żarnów besichtigen.

Den besonderen Augenmerk verdient der ringförmige Burg-Komplex in Tum. Dieses Objekt liegt in der Nähe von einer bekannten römischen Stift und wurde „Schwedischer Berg“ genannt. Eer wurde vom 6. Jh. bis zum 12. Jh bewohnt.

Die am Anfang existerende Burg hatte eine Ovalform und lag inmitten von sumpfigen Wiesen, am linken Bzuraufer, die früher einen anderen Verlauf hatte als heute – ganz in der Nähe der Stift. Diese Burg wurde mit einem dreifachen Ring von Vertreidigungswallen und Fesstungsgraben umgeben, die sich an beiden Wallseiten befanden. Eine riesige Zentralwall, die heute noch 5 Meter hoch ist sowie die Außenwallen sicherten die Verteidigung dieses Ortes.

Archäologische Untersuchungen, die in dem Burg-Komplex und in der Nähe durchgeführt wurden, ergaben, dass die hier entstandene Burg mehrmals umgebaut wurde. Es wurde festgestellt, dass zumindest drei Phasen des Umbaus fielen auf das 6., 8. und 12. Jahrhundert. Auf dem Burghof wurden zwei Brunnen gefunden, und entlang des Walls Spuren ehemaligen Behausung. Es wurde hier auch Schmuck und Silbermünzen aus dem 10. Jahrhundert gefunden.

Gleichinteressantes Objekt sind Überreste eines kegelförmigen Burg-Komplexes, der „Zamczysko“ genannt wurde und in einer mit Wald bewachsenen Böschung an der Warthe liegt, südwestlich vom Zentrum von Konopnica. Er wurde im 13. Jahrhundert und Anfang des 14. Jahrhunderts bewohnt und hatte einen Verteidigungscharakter.

Dieser Burg-Komplex liegt in der Nähe von einer engen Schlucht. Er hat eine Form einer abgeschnittenen Kegel und ist zum Teil durch eine Warthe-Biegung zerstört. Ursprunglich war das eine 13 Meter hohe, abgeschnittene Kegel mit einer dopellten Ring von Wallen und zwei tiefen Festungsgraben, die sich an beiden Seiten des Walles befanden. Im Norden befindet sich ehemalige am Fuß einer Burg angelegte Siedlung, sog. „Mieścisko”, die von der Burg mit einer Schucht getrennt wird und Anzeichen von ehemaligen Besiedlung zeigt. Dadurch führt ein mit Steinen belegter Weg.

Die Burg ist ein hervorragender Aussichtspunkt. Kenner findet, dass das eine der größten und interessantesten mittelalterlichen Burgen Zentralpolens ist.

Das älteste in Zentralpolen und nächste zum heutigen Lodz frühmittelalterliche Behörde- und Verwaltungszentrum war die Burg in Stare Skoszewy. Ihre Geschichte geht auf den Anfang des 6. Jahrhundert zurück, wovon die hier durch Archäologen gefundene Tongefäße zeugen.

Die Burg wurde zur Stammeszeit bewohnt, höchstwahrscheinlich durch den Stamm der Wislanen, danach durch Polanen, vom 6. Jh. bis zum 9. Jh., d.h. bis sie durch Feuer verbrannt wurde. Sie hatte eine Ellipsenform mit der Fläche von 1 Ha. und wurde durch eine Burgwall aus Holz umgeben, die 4 m hoch, 12 m breit und 105 lang war. Oben auf der Wall befanden sich Holzflanken und Verteidigungszäunen.

Heute steht die Burg unter Schutz. Auf der östlichen Wall befindet sich ein Denkmal, das des Kampfes und Todes der Soldaten im Januaraufstand 1863 gedenkt.
Bilder: Zbigniew Bereszyński, Adam Jaśkiewicz
unsere Fotogalerie
fot. Zbigniew Bereszyński -1248959675
Konopnica
Burgruinen
fot. Zbigniew Bereszyński


fot. Zbigniew Bereszyński -1248959513
Konopnica
Burgruinen
fot. Zbigniew Bereszyński


fot. Adam Jaśkiewicz -1251869548
Żarnów
„Schwedischer Berg“
fot. Adam Jaśkiewicz


fot. Zbigniew Bereszyński -1251278379
Kuźnica Skakawska
Burgruinen
fot. Zbigniew Bereszyński


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